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FAQ – Fachgerechte Planung & Ausstattung von Umkleiden

Umkleideräume einrichten nach Arbeitsstättenrichtlinien

Immer wieder erhalten wir Fragen rund um die fachgerechte Planung und Ausstattung von Umkleiden. Aus diesem Grund haben wir nachfolgend die meist gestellten Fragen mit relevanten Antworten für Sie zusammengestellt.

 

Ab wann müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung stellen?

In allen Betrieben, wo besondere Arbeitskleidung vorgeschrieben ist, müssen auch fachgerechte Kleiderspinde mit einem Mindestmaß von H 1,80 m x B 0,30 m x T 0,50 m in den Umkleideräumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Ein häufiger Grund ist der Gesundheitsschutz – dabei geht es vordergründig um Sicherheitsstandards sowie hygienische Richtlinien. Sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in Krankenhäusern und allgemein im Gesundheitswesen geht es vornehmlich um die sterile Unterbringung einzelner Kleidungsstücke. 

Spielt auch die Tätigkeitsart eine Rolle bei der Aufbewahrung von Privat- und Arbeitskleidung?

Auch die Tätigkeitsart spielt eine Rolle. Die Arbeitsstättenrichtlinie besagt „Wenn Arbeitnehmer infektiösen, giftigen, gesundheitsschädlichen, ätzenden, reizenden oder stark geruchsbelästigenden Stoffen oder starker Verschmutzung ausgesetzt sind, muß eine getrennte Aufbewahrungsmöglichkeit für Arbeitskleidung (Schwarz) und Straßenkleidung (Weiß) vorhanden sein“. Um die Reinheitsanforderungen zu erfüllen, werden Straßen- und Berufskleidungsspinde zum Zwecke der „Schwarz-Weiß-Trennung“ eingesetzt. Sogar dann, wenn das Tragen von Arbeitskleidung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, der Arbeitgeber dies aber anweist, müssen Ablagemöglichkeiten für die nicht benötigte Garderobe vorhanden sein.

  • Ein kleiner Tipp, mit dem das Umkleiden deutlich erleichtert wird:Sitzbänke laden zum komfortablen Wechsel der Kleidung und Schuhe ein. Ob integrierte, freistehende oder in Kombination mit einer offenen Garderobe – hier stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Was ist mit Umkleide-Räumen, die den Vorschriften der Arbeitsstätten-Richtlinien nicht gerecht werden?

Ein häufiges Abweichen resultiert aus beengten Platzverhältnissen. Immer wieder stehen wir vor der Herausforderung, dass eine Umkleide zum Beispiel für 100 Personen geschaffen werden muss, der Raum aber nur für 50 Personen ausgelegt ist. In solchen Fällen kommen häufig halbgeteilte oder sogenannte Z Spinde zur Anwendung. Der Umkleidespind ist hier horizontal oder z-förmig unterteilt. Dadurch werden aus einem Abteil für nur eine Person zwei gleichartige Fächer, die von zwei Personen eigenständig genutzt werden können. Wenn trotz begrenztem Platz eine Sitzgelegenheit benötigt wird, eignen sich Z-Spinde mit integrierter Sitzbank. Vorab sollten diese, den Richtlinien widersprechenden Garderobenlösungen, mit der zuständigen Berufsgenossenschaft abgestimmt werden. 

Sind bei der Ausstattung der Umkleideräume auch bestimmte Mindestmaße in der Schrankanordnung einzuhalten?

Bei der Bemessung und Aufteilung von Umkleideanlagen sollten auf jeden Fall wichtige Kriterien im Auge behalten werden. Dazu kann ich zwei relevante Beispiele geben, die in der Praxis sehr häufig vorkommen. In Umkleiden mit mehreren Spinden in gegenüberliegender Reihenanordnung muss ein Mindestabstand von 1,3 m eingehalten werden. Relevant ist hier der Abstand von Tür zu Tür der gegenüberliegenden Spinde. Wenn Garderobenschränke mit Sitzbänken eingesetzt werden, liegt der Mindestabstand bei 1,8 m. Diese Angabe gilt sowohl für freistehende als auch für integrierte Sitzbänke.

Werden in Rettungsorganisationen spezielle Kleiderspinde eingesetzt?

Ja, für die besonderen Anforderungen von Rettungsorganisationen werden auch spezielle Garderobenlösungen zum Umkleiden benötigt. Schließlich geht es darum, schwere Einsatzkleidung und Schutzausrüstung wie Sicherheitsgurte, Rettungsleinen, Helme sowie Atemschutzmasken fachgerecht zu verstauen. Durch die offene Bauweise ohne Türen wird ein schneller Zugriff auf die Garderobe gewährleistet, denn in Notfallsituationen zählt jede Sekunde! Auch private Wertsachen lassen sich schnell im Wertfach mit Einwurfschlitz unterbringen. Selbst im geöffneten Zustand der Wertfachtür steht diese nicht über das Gehäuse hinaus und beeinträchtigt so keine Verkehrswege. Feuerwehren setzen beispielsweise Feuerwehrspinde in Feuerrot ein, die über eine nutzerorientierte Innenausstattung verfügen. Aber auch für andere Branchen wie Polizei oder Rettungsgesellschaften werden spezielle Einsatzspinde eingesetzt.

Müssen Spinde in separaten Räumen untergebracht werden?

Laut arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften gilt der Grundsatz, dass ein Umkleiden ohne eigenständigen Umkleideraum für die Mitarbeiter unzumutbar ist, wenn diese zum Wechsel ihrer Kleidung verpflichtet sind. Der Raum muss auf jeden Fall gegen äußere Einblicke geschützt sein. Zudem darf er nicht zur selben Zeit von weiteren Personen zu anderen Zwecken genutzt werden. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Abschließbarkeit der Umkleideräumlichkeiten.

Greift diese Regelung auch auf Baustellen?

Eine Besonderheit kommt auf Baustellen zum Tragen. Hier entfällt der eben erwähnte Grundsatz, wenn Pausenräume mit Möglichkeit zum Wechseln der Kleidung zur Verfügung stehen. Aber auch hier ist gesetzlich vorgeschrieben, dass getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Privat- und Berufskleidung bestehen müssen. Da nicht auf allen Baustellen spezielle Arbeitskleidung getragen wird, sollte es aber mindestens eine Garderobe zur Kleiderablage sowie Schließfächer zur Aufbewahrung persönlicher Wertsachen geben. Eine Empfehlung wäre hier beispielsweise eine offene Garderobe – die perfekte Kombination aus Garderobe und Schließfachschrank. Kleidung kann ordentlich aufgehängt werden und Wertgegenstände finden Platz in den abschließbaren Fächern.

Bestehen auch Regelungen zur geschlechtlichen Trennung?

Vorschriftsmäßig sollten sowohl Frauen als auch Männer eigenständige Umkleiden erhalten. Kleine Ausnahmen sieht der Gesetzgeber trotzdem vor. Betriebe mit bis zu 9 Mitarbeitern können auf Geschlechtertrennung verzichten, sofern eine Sicherstellung der zeitlich getrennten Nutzung gegeben ist. In diesem Fall sollten Umkleiden mit separaten Zugängen zu Waschräumen versehen sein. Denn natürlich sollte niemand nur teilweise bekleidet durch Bereiche gehen müssen, die allgemein zugänglich sind.